UV-Desinfektion und Entkeimung

Wissenschaft plus Erfahrung

Desinfektion bedeutet Abtötung oder Inaktivierung von pathogenen Mikroorganismen (z. B. Bakterien) und kann mit UV-Bestrahlung im Wellenlängenbereich zwischen 200 und 300 nm erzielt werden.

UV- Strahlung wirkt schnell, sicher, effektiv und stellt ein wirtschaftliches und umweltfreundliches Verfahren dar, das seit vielen Jahren weltweit erfolgreich angewendet wird.

Mit UV-Desinfektion lassen sich Wasser und Luft bis zu 99,99% entkeimen.
Die keimtötende Wirkung kurzwelliger UV-Strahlung beruht auf der Absorption dieser Strahlung durch Nukleinsäuren (DNS, RNS) im Zellkern der Mikroorganismen. Am stärksten absorbiert wird UV- Strahlung im Wellenlängenbereich von ca. 260 nm. Im Zellkern bewirkt diese UVC-Strahlung eine photochemische Reaktion, die zur Veränderung der Nukleinsäurestruktur der Mikroorganismen führt.

Zellteilung und Vermehrung sind nun nicht mehr möglich. Durch UV-C-Strahlung lassen sich somit Wasser, Luft und Oberflächen zuverlässig entkeimen. In Abhängigkeit der Bestrahlungsstärke lassen sich unerwünschte Keime um bis zu 99,99% reduzieren.

Warum desinfiziert ultraviolettes Licht?

Alle Mikroorganismen enthalten unter anderem Nukleinsäure (die DNS und RNS) in der die Erbinformationen der Zelle enthalten sind. Weil die Nukleinsäuren die auftreffende Strahlungsenergie absorbieren, wird ein fotochemischer Prozess ausgelöst, der den Vermehrungsapparat von Mikroorganismen schädigt und Keime inaktiviert. Dies erfolgt u.a über eine häufig vorkommende „Dimerbindung“ der Thymin-Bausteine. Dies geschieht in Sekundenbruchteilen.

Wenn sauber nicht sauber genug ist